Flüssigkeitsbrände der Klasse B / polare Lösungsmittels

Chemische Brände sind Brände polarer Flüssigkeiten. Polare Lösungsmittel tragen in der Regel Sauerstoff- oder Stickstoffatome oder auch Halogene: Cl, Br, F oder I.

Eine weitere, löschrelevante Eigenschaft ist ihre Affinität für Wasser.

Man unterscheidet einige große Familien:

  • Alkohole: z.B. Methanol, Ethanol oder Isopropanol
  • Ketone und Aldehyde: z.B. Aceton, Acetaldehyd, Methylethylketon oder Methylisobutylketon (IBMK)
  • Ester: z.B. Ethylacetat
  • Ether: z.B. Diethylether, Methyl-Tertiär-Butylether (MTBE) oder Tetrahydrofuran (THF)
  • Glykole: z.B. Verbindungen aus Alkohol und Ether: Monoethylenglykol, Monopropylenglykol oder Butylcarbitol
  • Amine: z.B. Tritmethylamin
  • Säuren: z.B. Essigsäure oder Propionsäure

Mit ihrer starken Affinität zu Wasser können sie ausschließlich mit speziellen Universal- oder alkoholbeständigen Schaummitteln gelöscht werden.

Die pseudoplastischen alkoholbeständigen Schaummittel sind deshalb so vielseitig einsetzbar, weil auf allen Arten leicht entflammbarer Flüssigkeiten einen Polymerfilm bilden, der einen hohen Rückzündungswiderstand gewährleistet.

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